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Gioacchino Rossini L'occasione fa il ladro


  • Festspielhaus Erl (map)

Festspielhaus

Regie: Wolfgang Berthold

Musikalische Leitung: Patrick Hahn

Ausstattung: Daniel Sommergruber

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

 

Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral
Mit: Daniele Antonangeli, Filippo Fontana, Sophie Gordeladze, Matteo Macchioni, Silvano Paolillo u.v.

 

Mit einem Doppelabend präsentieren die Tiroler Festspiele den Dirigenten Tito Ceccherini in seinem ureigensten Element. An zwei Abenden präsentiert Ceccherini mit dem Ensemble Risognanze einen Querschnitt durch die zeitgenössische Musik der letzten 25 Jahre. Eines der facettenreichsten Projekte der letzten Jahre, spannt sich doch der Bogen vom Musiktheater der preisgekrönten Lucia Ronchetti aus dem Jahr 2015, über Unsuk Chins „Gougalon“ (Szenen aus dem Straßentheater), einem Musiktheater ohne Szene, bis zu einem virtuosen Konzertstück von Thomas Adès, einem Klassiker der Moderne: „Living Toys“. Mit „Mise en abyme“ steht am zweiten Abend der Winterfestspiele schon eine Oper auf dem Programm: Es ist ein Diskurs über ein Theater im Theater, eine Selbstbespiegelung
barocker Theaterpraxis und Dramentheorie – eben das Prinzip, das auch den barocken Intermezzi zugrunde lag. Im Zentrum des Stückes steht Pietro Metastasio, der während seiner  Arbeit am Libretto der Tragödie „Didone  abbandonata“ den Auftrag erhält, eine Komödie zu schreiben. Der Dichter, die Sänger, der Impresario bilden das Ensemble für dieses turbulente Intermezzo, das den theoretischen Hintergrund in zupackendes Musiktheater
übersetzt. Francesco Filidei, mit dessen Werk wir den zweiten Konzertabend eröffnen, gehört mit zu den interessantesten Komponisten seiner Generation (*1973), radikal und fantasievoll,  gerne auch mit szenischen Elementen spielend, wie es das erste Stück „I funerali dell’anarchico Serantini“ vorstellt. Mit Unsuk Chin wird eine der renommiertesten Komponistinnen der  Gegenwart im Programm vertreten sein, deren Werk „Gougalon“ in ihren Worten von Gauklern aus einem Vorort von Seoul inspiriert ist. „Living
Toys“ von Thomas Adès schließlich, ein  fünfsätziges Stück für Kammerorchester, hat in seiner Virtuosität und Vielfarbigkeit schon den Status eines Klassikers des 20. Jahrhunderts erreicht. Mit Tito Ceccherini haben die Tiroler Festspiele einen hingebungsvollen Anwalt und profunden Kenner der Materie an Bord, der schon in der Vergangenheit – man denke an die hochspannende Aufführung von Hosokawas „The Raven“ im Sommer 2016 – das Publikum mit „seiner“ Musik zu begeistern versteht.

 

Earlier Event: July 5
Hells Bells